Projekte

Dorfgarten

 

Identität bewahren und Authentizität fördern

Das Freigelände

Zum Dorfgemeinschaftshaus gehört ein Freigelände, das sich hinter dem Gebäude in 12 Meter Breite 50 Meter entlang des Zufahrtsweges zum Pfarrhaus erstreckt und ca. 600 m² umfasst. Die Fläche erfordert eine der Funktion des Dorfgemeinschaftshauses entsprechende Gestaltung. Die Freiflächengestaltung soll dem dörflichen Charakter des Ortes gerecht werden und zugleich die dörfliche Struktur bereichern.

Zeichnung: Prof. Knapp

 

Das Freigelände wird folgende Elemente umfassen:

1. ebenerdige Terrasse direkt hinter dem Gebäude (Südseite),
abgegrenzt mit geschnittener Hecke und Kletterpflanzen an Rankgerüst
2. Schlauchturm mit Ausblick
3. Zaun (Maschendraht) mit bunter Hecke an der östlichen Grundstücksgrenze (50 m)
4. Feldstein-Trockenmauer an der südlichen Grundstücksgrenze (12 m) + 5 m über Eck
5. niedriger Zaun aus Kastanien-Staketen an westlicher Grundstücksgrenze (45 m)
6. „Gartenbereich“: Rasenfläche mit Stauden, großer Kräuterspirale,
Blütenstrauch-Einfassung und Bänken im direkten Anschluss an Terrasse (1) und Schlauchturm (2)
7. Obstbaumwiese im Anschluss an Gartenbereich (6), mit Wildblumen angereicherte Mähwiese
mit drei Gruppen zu je drei Apfelbäumen unterschiedlicher traditioneller alter Sorten sowie einem Birnbaum.

Streuobstwiese

Hausgärten mit Obstbäumen, insbesondere Apfelbäumen, sind ein typisches Element rügenscher Dörfer. Mit der Modernisierung und/oder veränderter Nutzung vieler dörflicher Grundstücke sind Obstbaumwiesen und alte Apfelsorten jedoch stark rückläufig.

Mit der Anlage einer Ostbaumwiese wird nicht nur eine typische dörfliche Struktur rekonstruiert, sondern zugleich das kulturelle Erbe alter, rügentypischer Apfelsorten gepflegt.

Die Pflege der Wiese und der Bäume, die Ernte und Verarbeitung bzw. Lagerung des Obstes sollen in gemeinschaftlichen Arbeitseinsätzen erfolgen und Menschen des Dorfes zusammenführen. Das Obst bzw. Obstprodukte soll zu winterlichen Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus zum Verzehr angeboten werden.

Zugleich können mit der Obstbaumwiese Austausch und Kommunikation zwischen den Generationen gefördert werden, indem praktische Fertigkeiten an jüngere Generation vermittelt werden: z.B. Mähen mit Sense, Sense dengeln, Heu machen, Obstbäume fachgereicht schneiden, Mosten, Apfelkuchen backen, Trockenobst herstellen…

Folgende Apfelsorten sind zur Pflanzung vorgesehen:

– Pommerscher Krummstiel
– Ontario
– Pommerscher Schneeapfel
– Klarapfel (Sommerscheibe)
– Prinzenapfel (Hasenkopf)
– Berlepsch
– Gravensteiner
– Roter Boskop
– Holsteiner Cox